Symbolbild Blockchain

Blockchain-Technologie

Die Blockchain-Technologie beschreibt ein dezentral geführtes und gespeichertes Datenhaltungs-System bzw. ein in vielfacher Ausfertigung im Internet gespeichertes, verteiltes Register, das meist von den Nutzern dieses Registers betrieben wird. Mit einer Blockchain können Transaktionen von Daten, Werten, Eigentums- und Nutzungsrechten sowie digital abgebildeten Gütern zwischen einer Vielzahl von Akteuren effizient, transparent und eindeutig zuordenbar durchgeführt werden.

Mit Hilfe der Blockchain-Technologie können neue, disruptive Geschäftsmodelle erschlossen und die Effizienz von Prozessen in der Wertschöpfungskette gesteigert werden, wenn auf sogenannte Intermediäre (z.B. Plattformen) ganz oder in Teilen verzichtet werden kann und die mit einer Transaktion verbundenen Kosten und Prozesszeiten drastisch reduziert werden können.

Derzeit werden in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in zahlreichen „Use Cases“ mögliche Anwendungen der Blockchain-Technologie erprobt. Auch in den für Bayern wichtigen Branchen wie der Automobilindustrie, der Logistik und allgemein im Bereich Industrie 4.0 bzw. dem Internet der Dinge gibt es zahlreiche Pilotvorhaben. Weitere potentielle Anwendungsbereiche sind die öffentliche Verwaltung (E-Government), Handel (Herkunftsnachweise), Energieversorgung, Gesundheitswesen/Medizin, Medien sowie Banken und Versicherungen.

Nach Einschätzung des Staatsministeriums für Digitales hat Bayern gute Voraussetzungen für die Herausbildung eines international konkurrenzfähigen Blockchain-Ökosystems. Um die bestehenden Potentiale für Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung zu nutzen, hat die Bayerische Staatsregierung am 11. Februar 2020 als erstes Bundesland die Blockchain-Strategie „Block – Chain – Trust“ beschlossen.